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aye4fin freut sich über neues Teammitglied: Ein Interview mit unserem Sales- und Payment-Experten

Ingo Blum

Ingo Blum

Business Development Manager

Ingo Blum hat seine Karriere in Payments mit einer Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Dresdner Bank AG begonnen. Seitdem war er in verschiedenen Management- und Sales-Funktionen in der Payments- und Finanzbranche tätig, zum Beispiel bei der Deutschen Card Services, PAY.ON und ACI.

Seit Mai dieses Jahrs ist Ingo als neuer Business Development Manager Teil des aye4fin-Teams. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung sind wir zuversichtlich, dass Ingo eine großartige Ergänzung des Unternehmens sein wird.

Um Ingo besser kennenzulernen und Euch wertvolle Einblicke in die sich ständig verändernde Welt des Zahlungsverkehrs zu geben, haben wir unseren neuen Teamkollegen zu aktuellen Themen befragt:

Was unterscheidet aye4fin Deiner Meinung nach von der Konkurrenz? Oder, um direkter zu sein, warum bist Du zu aye4fin gekommen?

Vor einigen Jahren habe ich vermehrt bei Projekten mitgewirkt, die zum Ziel hatten, die Logistikbranche mit Payment-Mechanismen zu verknüpfen. Das Schwierige war, dass man versucht hat, zwei komplexe Systeme miteinander zu verknüpfen, die wenig miteinander zu tun hatten. Solche Projekte haben mich immer schon gereizt. Ich glaube, dass es unabhängig von den jeweiligen Herausforderungen des Marktes, die sich sowieso ständig ändern, wichtig ist, dass man den Fokus nicht verliert. Als Unternehmen hat man ein bestimmtes Angebot, eine Nische, die man bearbeitet. Wenn man diese Nische erweitert und perfektioniert, kann man auch den Herausforderungen des Marktes viel gelassener begegnen. aye4fin kann Händlern dabei helfen, in die richtigen Projekte zu investieren.

Du bist täglich neuen und manchmal komplexen Herausforderungen ausgesetzt. Was waren einige große Herausforderungen, denen Du dich während Deiner Karriere stellen musstest?

aye4fin hat mit seinem Payment-Audit ein einmaliges Angebot im Markt, das viel mehr Händler – gerade auch im Hinblick auf ihre Ausrichtung nach COVID19 – nutzen sollten. Wenn sie konkurrenzfähig bleiben wollen, ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um ihre derzeitige Zahlungsabwicklung kritisch zu beleuchten. Das schließt Abbruchquoten, Zahlverfahren, Internationalisierung, Betrugsabwehr und sämtliche Partner mit ein. Des weiteren müssen Compliance-Richtlinien im Rahmen von PSD2 eingehalten werden. aye4fin bietet den besten Mix aus datengetriebener Analyse und Support für die Umsetzung sämtlicher oben genannter Maßnahmen plus der damit verbundenen Implementierungen. Dieser Ansatz ist unabhängig und vermittelt nur solche Partner, die den Umsatz des Händlers tatsächlich steigern helfen. Ein solches Angebot hat mir in meiner bisherigen Laufbahn gefehlt.

Mit der aktuellen Corona-Krise ändern sich viele Aspekte des normalen Lebens. Welche Trends siehst Du konkret in der Paymentsbranche? Und wie stellst Du bzw. aye4fin sicher, dass Du/ wir nicht hinter neue Marktentwicklungen und Best Practices zurückfallen?

Die Zahlungsbedürfnisse und Präferenzen der globalen Verbraucher sind vielfältiger denn je. Ein globaler Trend ist die beschleunigte Verlagerung von Bar- und Kartenzahlungen hin zu digitalen Zahlungsmethoden. Aus der Notwendigkeit der sozialen Distanzierung heraus führte die Pandemie COVID19 zu einer verstärkten Nutzung kontaktloser, digitaler Zahlungsmethoden wie mobile e-Wallets oder QR-Codes. Zudem gewinnen Modelle, die früher als schwierig galten im Hinblick auf die Risikoeinschätzung, zunehmend and Bedeutung, z.B. Marketplaces oder Subscription Modelle.

Die Möglichkeit für Händler, über Grenzen hinweg zu verkaufen, ist noch größer geworden und führt dazu, die Reichweite auf ein globales Publikum auszudehnen. Hier liegt die Schwierigkeit allerdings weniger in der Logistik als vielmehr in der Sicherstellung adäquater Auszahlungsmechanismen für lokale Zahlverfahren. Mehr als die Hälfte des weltweiten E-Commerce wird von lokalen Zahlverfahren bestimmt. Wenn wir gewährleisten können, dass wir unser Beratungsangebot von aye4fin auf diese Trends fokussieren, was wir mit dem umfassenden Payment-Audit definitiv können, dann werden wir in der Lage sein, Best Practices eher zu treiben als dahinter zurück zufallen.

Laut dem Global Payment Report von worldpay werden bereits 41,5% der weltweiten E-Commerce-Transaktionen mit Wallet-Optionen bezahlt. Wie siehst Du die Entwicklung dieses Trends in den nächsten Jahren?

Die globale Zahlungsverkehrslandschaft befindet sich in einem Wandel. Schnelle technologische Fortschritte, regulatorische Reformen und zunehmende Initiativen, insbesondere durch globale digitale Marketplaces, haben zu einer veränderten Dynamik geführt. Diese Entwicklungen setzen etablierte Banken und PSPs unter erheblichen Druck. Es geht um die Vereinfachung des Zahlungsflusses und ja – Wallets sind ein wichtiger Bestandteil davon. Dieser Anteil wird zu Lasten der Kartensysteme sogar auf über 50% bis Mitte der 20er Jahre steigen. Ich denke, dass hier noch sehr viel Potential für eine europaweite Entwicklung ist. Während nationale Zahlungsanbieter in der Vergangenheit nicht in der Lage oder willens waren, europaweit zu agieren, werden sie durch den nun wachsenden Druck in gewisser Weise dazu gezwungen. Ziel sollte es sein, eine paneuropäische Zahlungslösung zu entwickeln, die mit den Kartensystemen und lokalen Zahlmethoden konkurrieren kann.

aye4fin hat vor kurzen den Online-Payment-Audit, das erste globale Analyse-Tool, welches sich auf die Optimierung des gesamten Zahlungsprozess fokussiert, gestartet. Als kostenloses online Tool ist es eine Erweiterung des bestehenden Payment-Audits den aye4fin bereits seit mehreren Jahren anbietet. Doch warum ist dieses Tool Deiner Meinung nach besonders bzw. was macht es einzigartig? Und, wie kann der Online-Payment-Audit Händlern helfen?

Ein Payment-Audit ist gerade in der jetzigen Zeit für alle Online-Shops besonders wichtig. Es gilt, den Checkout Prozess im Hinblick auf stärkere Regulierung und ständige Diversifikation in der Zahlungsabwicklung kritisch zu beleuchten. SCA als wesentlicher Bestandteil der Agenda von PSD2 soll z. B. die Sicherheit von Online-Zahlungen erhöhen und Zahlungsbetrug reduzieren, um den Verbraucher durch eine zusätzliche Sicherheitsebene zu schützen – und die größte Herausforderung hierbei ist die Umsetzung dieser Anforderungen bei gleichzeitiger Gewährleistung einer reibungslosen User Experience. Eine unabhängige Analyse bestehender Daten ist dabei besonders wichtig, um ziellosen Aktionismus zu vermeiden. Ein Payment Audit mag vielleicht vor dem Hintergund dieser regulatorischen Änderungen als „Nice-To-Have“ gelten. In der Regel sind es aber genau diese „Nice-To-Haves“, die ein Unternehmen am Ende voranbringen und es von anderen unterscheiden lässt. Wenn du immer mit dem Strom schwimmst und ausschließlich das machst, was der Gesetzgeber oder die Regulierungsbehörden verlangen, wirst du mit deinem Unternehmen nicht erfolgreich sein. Mit dem Payment-Audit kann sich jeder Händler im Hinblick auf seine Zielausrichtung ein genaues Bild machen, was er tun muss, um dieses Ziel zu erreichen.

Wir bedanken uns für Ingos Zeit und Antworten und blicken genauso gespannt wie unser neues Teammitglied in die Zukunft und auf das, was kommt!